Workshopwoche – das Maximum mitnehmen

3. Woche in Uzwil

Was ist die Workshopwoche? Alle Lernenden im zweiten Lehrjahr aus Uzwil und Appenzell nehmen an dem Event teil. Ziele sind, dass die jungen Leute sich gegenseitig kennen lernen und Bühler-Werte vermittelt werden. Das Ganze findet in einer guten Mischung von Zuhören und selber machen statt. Aber der Reihe nach:

Montag

Die Woche beginnt mit einer Wanderung in der Landgemeinde. Beim Gehen kommt man oft leichter ins Gespräch. Das ist auch nötig, weil die meisten in den ausgelosten Gruppen sich nur vom Sehen oder gar nicht kennen. Es ist einigermaßen trocken, für Oktober akzeptabel. An verschiedenen Zwischenstopps lösen wir Rätsel und bekommen Infos zu der Umgebung, in der wir uns befinden.

Die Bewegung ist eine gute Abwechslung zum sonst unsportlichen Büroalltag.

Dienstag

„Gemeinnützige Arbeit“ lautet die Überschrift für Dienstag. Und es ist das, wonach es klingt. Wir sind mit unserer Gruppe einem Waldstück zugeteilt um Bäume zu pflanzen. Auch hier gibt es ein wenig forstwirtschaftlichen und geschichtlichen Hintergrund. Die gemeinsame Arbeit schafft neue Berührungspunkte und stärkt auch wieder das Team. Ein nettes Detail ist die Feuerstelle und der leckere „Härdöpfelscholot mit Fleischkäse“ zum Mittag. Das Konzept der Workshopwoche funktioniert bis hier auf jeden Fall. Etwas dreckig und mit dem guten Gefühl etwas Gutes getan zu haben endet dieser Workshoptag.

Mittwoch

Die Veranstaltung ändert ab heute den Veranstaltungsort. Aus der Natur wechseln wir in den Gemeindesaal in Uzwil. Eine interessante Mischung an Workshops erwartet uns. Die Titel lauten Kommunikation, Schubladen im Kopf, soziales Lernen und zuletzt 1. Hilfe. Nicht alles ist neu nach einem Abitur mit Deutsch-LK aber die Wiederholung ist die Mutter des Lernens. Wichtig sind der „Znüni“ (Snack zu Neun), Mittagessen und „Zvieri“ (Snack zu vier). Die Pausen am Tisch bieten Zeit zu freien Gesprächen, zusammen lachen und einfach Kontakte zu knüpfen. Wir sind der „Oldietisch“ mit drei Leuten über 20. Die meisten Auszubildenden sind hier durch das Schweizer Schulsystem jünger. Apropos Mittag. In der Mittagspause bekomme ich ein kleines Abschlussgeschenk für meine Zeit in Uzwil, weil Frau Bärlocher ab Donnerstag nicht mehr im Betrieb ist. Meistens sind die kleinen Geschenke die größten. So auch das Schweizer Messer (in Holzausführung) neben der Tüte Schweizer Schokolade.

Donnerstag

Rene Kammerer ist ein Name der in der Schweiz für Sport steht. Nach einem erfolgreichen Ironman wurde er über zehn Jahre lang Trainer für die Schweizer Eishockey Nationalmannschaft. Dieser Name steht am Donnerstag mit einem Referat auf dem Tagesprogramm. Es geht darum, wie Werte und Grundsätze uns zum Erfolg führen. Über einen erfolgreichen Lehrabschluss in ein erfolgreiches Berufsleben. Nach einer weiteren Kennenlernaktion folgt am späten Nachmittag das Raclette. Ein kleines Highlight ist der leckere Schweizer Käse. (Das „Härdöpfelgwürz“ gehört ab sofort zu meinen Geheimtipps. Die Bestellung ist schon unterwegs:-)

Freitag

Letzter Tag. Ein letztes Mal den Weg durchs herbstliche Uzwil zum Gemeindesaal. Einen letzten Tag mit den Leuten, die ihr Plätzchen in meinem Leben gefunden haben. Ich bemühe mich noch möglichst viele Eindrücke aufzunehmen. Den letztes Tag der WSW gestaltet die Lernendenvereinigung uns BUZ. Die Lokation ist vorrangig die Sporthalle. In erster Linie ist Teamgeist und Geschick gefordert. Auch hier braucht man nicht zu suchen, um die Ziele der Woche zu erkennen. (s. o.)

Zu guter Letzt kommt das „Glace-Velo“ (Eis-Fahrrad) vorbei und bedient uns mit Eis in Waffel oder Becher. Es entstehen spontane Gesprächsrunden. Für mich die Gelegenheit mich nochmal mit den neuen Freunden zu unterhalten.

Nach einem Abschlussgespräch zum Aufenthalt in Uzwil verlasse ich das Gelände und komme ein letztes Mal zurück in Appartement. Den restlichen Tag verbringe ich mit packen, putzen und essen.

Am Samstag um 6:14 Uhr schließe ich hinter mir die Tür ab. Ich ziehe gedanklich eine gestrichelte Linie unter Uzwil. Das war bestimmt nicht das letzte Mal hier…

Auf wiederluege.

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